Zeit für Hobbys – Wer rastet, der rostet

Zeit für Hobbys – Wer rastet, der rostet

Jetzt, wo die Temperaturen im Spätsommer wieder sinken, fällt es uns wieder leichter, etwas zu planen und uns zu bewegen. Die ideale Zeit, unsere Pläne auch in die Tat umzusetzen. Auch wenn der Sommer schön war, gab es doch viele Tage, an denen es so heiß war, dass man kaum etwas unternehmen konnte.

Wer rastet, der rostet...

Wer Multiple Sklerose (MS) hat, der hat vielleicht schon einmal erlebt, dass er seine Finger, Hände oder Beine nicht mehr so gut steuern konnte. Ob beim Schreiben, Handwerken, Malen, Nähen oder Gehen ‒ zielgerichtete Bewegungen sind im Alltag für viele Tätigkeiten nötig.

Voraussetzungen dafür sind, dass man das richtige Gefühl für die Bewegung, die passende Muskelspannung und ausreichend Kraft besitzt. Die benötigten Fähigkeiten kann man im Alltag langfristig trainieren.

Die Übungen müssen nicht unbedingt anstrengend sein, sie können vor allem auch Spaß machen. Wie wäre es beispielsweise, wenn man eine Freizeitbeschäftigung finden könnte, die ganz nebenbei die Feinmotorik trainiert? So könnte einem liebgewonnenen Hobby nachgegangen und dabei gleichzeitig auch etwas Gutes für das eigene Wohlbefinden getan werden.

Feinmotorik trainieren - aber wie?

Der Spätsommer bietet eine gute Möglichkeit, neben seinen üblichen Freizeitaktivitäten, auch mit neuen Hobbys zu beginnen. Aber welches Hobby ist das richtige, wenn wir dabei gleichzeitig etwas für unsere Zielgenauigkeit tun möchten?

Immer wenn unsere Finger etwas steuern oder bewegen, sprechen wir nicht nur unser Gehirn an, sondern fördern damit auch unsere Bewegungsgenauigkeit. Es ist daher nicht weit hergeholt, dass wenn wir aktiv sind, fast immer auch ein Trainingseffekt entsteht.

Wer Noten liest, seine Finger bewegt oder im Rhythmus bleibt, ist beispielsweise ungemein aktiv in Hinblick auf die Feinmotorik. Wie wäre es also, Musik zu machen und selbst ein Instrument spielen?

Oder wie wäre es mit Handwerken oder Basteln? Grußkarten für Geburtstage, Weihnachten oder Festtage können ganz leicht selbst gemacht werden. Das sieht nicht nur gut aus, sondern macht auch Spaß. Auch für Liebhaber von Detailarbeit gibt es viele Hobbys, z. B. Modellbau: Es finden sich schon günstige Möglichkeiten und Startersets für Anfänger im Netz.

Wer gerne kreativ ist, der mag vielleicht auch Töpfern. Man kann schöne Vasen oder Schalen für zu Hause, aber auch Deko für den Garten oder Geschenke selbst herstellen. Und das Beste dabei, man darf sich sogar dreckig machen.

Für die Handwerker gibt es das „Upcycling" - alte Gegenstände neu verbauen oder einkleiden, wie z. B. einen alten Holzstuhl aufmöbeln oder Alltagsgegenstände selber bauen. Alles worauf man Lust hat.

Es sind nicht immer nur die „großen" Aufgaben, die einen Trainingseffekt haben. Schon, wenn man zum Spätsommer einen Pflaumenkuchen backt und die Pflaumen dazu selbst entkernt. Ob beim Fernsehen oder Entspannen - vieles kann man ganz einfach nebenbei machen. Nutzen Sie hier unsere Tipps und Übungen zur Feinmotorik.

Vielleicht finden Sie in diesem Artikel Anregungen für ein Hobby, das Sie gut in Ihren Alltag integrieren können und das Ihnen Spaß macht. Und denken Sie daran: Spaziergänge im Park machen im Spätsommer besonders Freude. Genießen Sie es, wenn sich die Blätter an den Bäumen in schöne herbstliche Farben färben. Wenn Sie aktiv sind, bleiben Sie lange fit.


Weitere IDEEN für Hobbys, die die Feinmotorik stärken können:

  • Stricken oder Handarbeit kann, neben Händen und Fingern, zudem die eigenen Planungs- und Koordinationsfähigkeiten stärken. Auf der MS und Ich-Webseite finden Sie im Bereich „Living Like You" einen weiterführenden Artikel: Birgit Bauer erklärt Ihnen, was „Sticknadeln, Pinsel und Co. alles bewegen können!"
  • Colorieren: Aus der Kindheit kennt man das Ausmalen noch gut. Für Erwachsene gibt es Mandalas oder Bilder zu vielen Themen und in verschiedenen Schweregraden. Ganz nebenbei wirkt es noch sehr entspannend.
  • Falten von Origami-Kunstwerken braucht, neben Konzentration und Aufmerksamkeit, viel Fingerspitzengefühl. Viele Video-Anleitungen dazu findet man im Internet auf YouTube.