Achtsamkeit – Wie geht es mir gerade?

Achtsamkeit – Wie geht es mir gerade?

Wie Sie durch bewusste Wahrnehmung aktiv Ihre Lebensqualität verbessern können.

Auch wenn „Achtsamkeit" dem Buddhismus entspringt, geht es hier nicht um Spirituelles, sondern darum, den Moment ganz bewusst zu erleben. 

Durch die vielen alltäglichen Aufgaben und Pflichten können wir manchmal das Bewusstsein für Wesentliches verlieren. Dinge, wie täglich zur Arbeit zu fahren und danach noch einkaufen zu gehen, Zeit mit der Familie zu verbringen oder sich um das Abendessen zu kümmern. Manches davon machen wir vielleicht gerne. Dennoch: Das Alltägliche lässt uns oft nur wenig Zeit für uns selbst.

Mit Achtsamkeit schaffen wir neuen Raum für uns selbst. Kleine Auszeiten, in denen wir uns einfach den gegenwärtigen Moment bewusst machen.

Wie geht es Ihnen gerade?

Mit einer gedanklichen Reise durch den Körper als Achtsamkeitsübung können wir unseren Körper und Geist erforschen. Die Reise sensibilisiert für körperliche und geistige Veränderungen und sorgt zwischendurch für Ruhe und Entspannung. Machen Sie zwischendurch eine kleine „Achtsamkeitsübung – eine gedankliche Reise durch den Körper".

Manchmal kann es helfen, im Alltag eine kurze Pause zu machen und kurz die Zeit anzuhalten. Dabei kann man sich die Fragen stellen: Wie geht es mir gerade? Was tut mir im Moment gut? Oder: Was stresst mich?

Bewusst Veränderungen wahrnehmen

Wenn MS im Leben einen Platz eingenommen hat, steht man oft vor vielen neuen Herausforderungen und Aufgaben. Einige Veränderungen stellen sich mit der Diagnose MS langsam ein. Vieles davon wird normal und gehört schon zum Alltag dazu. Vielleicht ist man müde, kann sich bei der Arbeit nicht mehr so gut konzentrieren oder hat manchmal ein Taubheitsgefühl im Arm. Nehmen Sie kleine Veränderungen bei Ihrer Gesundheit noch wirklich wahr?

Man kann sich z.B. den letzten Arztbesuch als Anhaltspunkt nehmen und sich fragen, ob und welche Veränderungen seitdem eingetreten sind.

Achtsamkeit schärft die Körperwahrnehmung. Wenn wir unseren Körper, mögliche Symptome und das Leben mit MS beobachten, lernen wir zu unterscheiden: Wir können Gutes erkennen und bewusst genießen. Für den Fall, dass etwas nicht gut tut, können wir auch direkt gegensteuern.

Warum sollten wir Achtsamkeit in unserem Alltag integrieren?

Durch eine geeignete Immuntherapie kann der Krankheitsverlauf der MS günstig beeinflusst werden. Ob die Behandlung der MS wirksam ist, bedarf daher einer regelmäßigen Überprüfung.

Dies sollte nicht nur durch den Arzt bei den anstehenden Untersuchungen passieren, sondern auch im Alltag. Denn, wer regelmäßig in sich hinein hört, wird schnell feststellen, ob sich etwas verändert hat.

Wer auf den Körper achtet und sensibel für sich und das eigene körperliche Befinden ist, der wird nicht nur sicherer im Umgang mit der eigenen Gesundheit, sondern kann auch selbst positiven Einfluss darauf nehmen.

Geht es Ihnen gut? Dann können Sie so weitermachen wie bisher. Vielleicht stellen Sie sogar fest, dass die jetzige Therapie gut in Ihr Leben passt. Oder gibt es etwas, was für Sie verbesserungswürdig ist? Darüber können Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Er kann darauf reagieren und möglicherweise die Therapie optimieren.

TIPPS für mehr Achtsamkeit im Alltag

  • Den Blick auf die schönen Dinge richten und bewusst wahrnehmen
  • Eine kurze Pause einlegen und sich im Alltag Zeit für sich selbst und die Erholung nehmen
  • In sich hineinhören und mögliche Veränderungen erkennen
  • Gedanken notieren kann im Alltag befreien und beim Abschalten helfen