Die Ernährungstrends 2018 – Was essen wir heute?

Die Ernährungstrends 2018 – Was essen wir heute?

Mittlerweile kennt man Quinoa, Chia-Samen, Goji-Beeren und Co. und hat sich gerade an die neuen Zutaten gewöhnt, schon kommt der nächste Trend.

Nicht jeden Ernährungstrend muss man unbedingt mitmachen, dennoch haben wir hier einige spannende neue Entwicklungen für Sie herausgesucht, die 2018 auf den Tisch kommen.

Frühstücken wird immer wichtiger

Schon die Großeltern wussten, das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag. Wer frühstückt, der regt der Stoffwechsel an und nimmt die benötigte Energie für die erste Hälfte des Tages auf. Dabei liegt der Fokus auf viel Obst und reichlich gesundes Korn.

Ob Overnight Oats, Breakfast-Bowls aus püriertem Obst oder ein Joghurt mit frischem Obst und Müsli – das moderne Frühstück schmeckt und ist gesund. Hauptbestandteil der Frühstücksschalen sind Getreideflocken wie Hafer-, Roggen- oder Dinkelflocken. Alternativ eignen sich aber auch Reis, Quinoa, Buchweizen und Amarant. Dazu gibt man ganz nach Geschmack püriertes Obst oder Milch bzw. Milchalternativen wie Soja-, Mandel- oder Hafermilch.1 Toppen kann man das Grundrezept mit geschnittenem Obst, Nüssen oder Schokolade – ganz individuell und nach den eigenen Wünschen.

Versuchen Sie es doch einmal mit den Overnight Oats: das gesunde Frühstück können Sie abends schnell zubereiten und morgens einfach genießen – ob zu Hause oder im Büro. In unserem aktuellen Service finden Sie hier ein leckeres Rezept für Overnight Oats zum Ausprobieren.

Warum Frühstücken so wichtig ist und warum es zu einem gesunden Start in den Tag dazu gehört, das haben wir Ihnen hier erklärt:2

  • Energie für den Tag: Der Körper benötigt Energie, um auf Touren zu kommen und leistungsfähig zu sein. Ein gesundes Frühstück liefert dafür alles Notwendige.
  • Mehr Konzentration: Wer Frühstückt, versorgt sein Gehirn mit Energie.
  • 5 Portionen Obst und Gemüse jeden Tag: Das gilt als Grundsatz für eine vollwertige Ernährung. Wer damit beim Frühstück beginnt, der schafft es leichter, die noch fehlenden Portionen über den Tag verteilt zu sich zu nehmen.
  • Wer frühstückt, der nascht weniger: Klar, denn wer satt in den Tag startet, der hat weniger Heißhunger auf kleine ungesunde Dickmacher.
  • Der Stoffwechsel wird angeregt: Wer morgens reichlich gesundes Korn in Form von Müsli, Breakfast-Bowls, Overnight Oats oder Körnerbrot isst, der versorgt den Darm mit allerlei Ballaststoffen. So wird die Verdauung angeregt.

Wenig Fleisch, mehr Gemüse

Mit dem Gedanken der Veganer und Vegetarier, wenig oder kein Fleisch zu essen, findet zunehmend ein Umdenkprozess statt. Das Gemüse übernimmt die Hauptrolle im Gericht, Fleisch wird eher als gelegentliche Beilage gesehen. Vor allem im Fleisch sind viele entzündungsfördernde Fettsäuren enthalten, die sich negativ auf das Krankheitsgeschehen bei MS auswirken können. Dieser Trend stellt daher eine positive Entwicklung für Menschen mit MS dar. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Artikel Vitamine und Spurenelemente bieten Zellschutz.

Regional oder weltweit – was ist mir wichtig?

Neben der Reduzierung von Fleisch auf unserem Teller legen wir zunehmend Wert darauf, wo die Lebensmittel herkommen, die wir verwenden. Vor allem der regionale und der saisonale Bezug gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Und auch die Nachhaltigkeit wird beim Einkauf beachtet.

Beim Fleischeinkauf wird wichtiger, woher das Fleisch kommt und ob die Tierhaltung artgerecht war. Von Vorteil ist es, wenn das Tier von einem Bauernhof in der Nähe stammt, den man womöglich kennt und von dem man weiß, dass die Tiere dort artgerecht gehalten werden. Fisch aus bestandserhaltendem Fang erlangt mehr Beachtung. Es gibt verschiedene Siegel und Kennzeichnungen für Fleisch und Fisch. Noch 2018 soll ein weiteres staatliches Tierschutz-Label zunächst für Schweinefleisch- und Geflügelprodukte am Markt eingeführt werden und Produkte zu kennzeichnen. Weitere Informationen zu Tierschutz-Kennzeichnungen finden Sie hier.

Kauft der Verbraucher Obst und Gemüse, schaut er immer häufiger, ob das Produkt regional und saisonal ist. Frische und Geschmack treten dabei in den Vordergrund, aber auch die Nachhaltigkeit. Bevorzugte Lebensmittel sind hier u.a. Lebensmittel ohne Gentechnik und aus fairem Handel. Auch hier bekommen „Bio-Siegel" eine immer größere Bedeutung. Schließlich möchte niemand Obst oder Gemüse essen, das mit Gift besprüht wurde. Mehr Informationen zu Bio-Siegeln finden Sie hier.

Sich über die Herkunft der Produkte Gedanken zu machen, gehört zum Umdenkprozess dazu. Auf der anderen Seite steht die Globalisierung, die es uns erlaubt, auch Erdbeeren im Winter zu kaufen oder Goji-Beeren im Standardsortiment unseres Supermarktes zu finden. Was ist Ihnen bei ihrer Ernährung wichtig?

Weitere Informationen zur Ernährung, vollwertig Essen und auch den wichtigsten Vitaminen und Spurenelementen finden Sie hier.

Auch die MS-Patientin Kathrin Paul achtet neben einer regelmäßigen Einnahme der MS-Therapie auf ihre Ernährung. Wie ihr Leben mit der MS aussieht, können Sie hier im aktuellen Interview zum Welt-MS-Tag nachlesen.

Trends gibt es in alles Bereichen des Lebens. In unserem nächsten Fokusthema am 15.06.2018 erfahren Sie, was in Sachen Sport und Bewegung angesagt ist. Bleiben Sie dabei. Wir freuen uns auf Sie.

Quelle(n):

[1] Pichl, Veronika 2018: Porridge. Mehr als nur Frühstück.
[2] David J. Clayton and Lewis J. James (2016): The effect of breakfast on appetite regulation, energy balance and exercise performance. In: Proceedings of the Nutrition Society (2016), 75, 319 -327.