Obst und Gemüse fördern die Gesundheit

Obst und Gemüse fördern die Gesundheit

Eine gängige Empfehlung lautet 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, das entspricht rund 650 g, genauer gesagt:

  • 3 Portionen etwa 400 g Gemüse und
  • 2 Portionen etwa 250 g Obst.

Damit werden wertvolle Nährstoffe zugeführt, die unsere Gesundheit fördern, z. B. sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die in Obst und Gemüse enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe geben nicht nur Pflanzen ihre Farbe, sie haben auch vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen: Sie dienen als Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde, Bakterien oder Viren und wirken als Wachstumsregulatoren. Sie zählen zwar nicht zu den lebensnotwendigen Nährstoffen, haben aber Einfluss auf viele Stoffwechselprozesse. Weitere mögliche Gesundheitseffekte sind, dass sie das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senken, Blutgefäße erweitern, den Blutdruck senken, Entzündungen hemmen und antibakterielle Wirkungen entfalten. In der Tabelle finden Sie eine Auswahl über die möglichen gesundheitsfördernden Wirkungen einiger sekundärer Pflanzenstoffe. Dieser liegen zahlreiche Ergebnisse aus Studien zum Einfluss dieser Stoffe auf das Risiko für die Entstehung verschiedener Krankheiten beim Menschen zugrunde.

Übersicht zu sekundären Pflanzenstoffen: Worin sind sie enthalten und welche möglichen Effekte haben sie?

Sekundäre Pflanzenstoffe: Quellen und Wirkungen

Vitamine

Eine Obstmahlzeit leistet einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung bei MS. Sie enthält die wichtigen Antioxidantien Vitamin C, Vitamin E und Beta-Karotin, die wichtigste Vorstufe des Vitamin A. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist für gesunde Menschen die Versorgung mit diesen Vitaminen ausreichend. Bei Menschen mit chronisch entzündlichen Erkrankungen wie
z. B. Multipler Sklerose kann der Bedarf an Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Beta-Karotin höher liegen, da durch den Entzündungsprozess verstärkt freie Radikale entstehen. Freie Radikale können den Entzündungsprozess im Körper weiter vorantreiben oder möglicherweise auch auslösen.

Durch eine gesunde Lebensweise kann man bedingt Einfluss auf die Entstehung freier Radikale und ihre schädigende Wirkung nehmen. Dazu gehören beispielsweise der tägliche Aufenthalt an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung mit einer ausreichenden Zufuhr an antioxidativ wirkenden Radikalfängern wie Vitamin E, Vitamin C und Beta-Karotin. Sie helfen die Bildung von entzündungsauslösenden Stoffen zu unterdrücken und sind am Abbau freier Radikale beteiligt.

Beta-Karotin: Dieser sekundäre Pflanzenstoff ist vor allem in gelben, grünen und roten Gemüsesorten (z. B. Paprika, Brokkoli, Tomate, Möhren, Spinat) und einigen Früchten (z. B. Aprikose, Mango, Honigmelone) enthalten. Tipp: Wenn Sie Beta-Karotin-reiche Lebensmittel mit ein wenig Fett zubereiten bzw. verzehren, wird das Vitamin besser aufgenommen. Auch der „Verarbeitungsgrad" der Nahrungsmittel ist wichtig: Aus rohen Möhren wird Beta-Karotin kaum vom Körper aufgenommen, gedünstet oder sehr klein geraspelt sieht es schon viel besser aus.

Vitamin E: Zu den besten Lieferanten aus der Nahrung zählen Pflanzenöle (z. B. Raps-, Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl), Nüsse, Mandeln, Ölsaaten (z. B. Leinsamen) sowie Hafervollkorn.

Vitamin C: Reichlich enthalten ist es z. B. in Zitrusfrüchten, Sanddornsaft, Erdbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Sauerkraut, Blumenkohl, Brokkoli und Paprika.

Obst kann als gesunde Zwischenmahlzeit in Salaten, Hauptgerichten oder Desserts täglich auch mehrmals Verwendung finden.