Körpergefühl
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Ob Qigong, Tai Chi, Feldenkrais, Gymnastik, Yoga, Pilates oder Tanzen – es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Körper und Geist zu entspannen und gleichzeitig das eigene Körpergefühl zu verbessern.

Qigong und Tai Chi

Qigong und Tai Chi haben ihre Wurzeln in China. Beim Qigong geht es um eine harmonische Verbindung von Aufmerksamkeit, Atmung und langsamen, fließenden Bewegungen. Die Übungen lassen sich im Stehen, im Sitzen sowie auch im Liegen bewältigen und sind somit besonders gut für MS-Patienten geeignet.

Bei Tai Chi ist die Grundlage die taoistische Lehre der gegensätzlichen Universalkräfte Ying und Yang. Sie hat ihren Ursprung in der Kampfkunst, wird daher auch oft als „Schattenboxen“ bezeichnet. Atmung und Bewegung werden hier bewusst gesteuert, um innere Ruhe und gedankliche Leere zu erreichen.

Während Qigong vor allem im Stehen praktiziert wird, werden beim Tai Chi oft viele verschiedene Bewegungsabläufe aneinandergereiht. Dabei bewegt sich der Übende in unterschiedlich schnellen und teils komplexen Bewegungsabläufen durch den Raum.

Was sind die positiven Effekte?

  • Verbessertes Körpergefühl

  • Verbesserte Haltung

  • Verbesserte Atmung wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus

  • Fördert Konzentration

  • Stressabbau 

 

Mehr über die Vorteile von Qigong und Tai Chi erfahren Sie im Tai Chi-Forum

Feldenkrais

Bei der Feldenkrais Methode geht es darum, ein Bewusstsein für seine Bewegungsabläufe zu schaffen. Dabei führt der Lehrer die Schüler durch Bewegungsexperimente und lenkt die Aufmerksamkeit durch Wahrnehmungsfragen. Im Fokus stehen Bewegungsabläufe, die den Alltag prägen. So sollen Defizite gefunden werden, die durch alternative, entlastende Bewegungen ersetzt werden können.

Bei der „Funktionalen Integration“ wird die Bewegung vom Lehrer geführt und dabei die eigene Wahrnehmung geschult. In einer Gruppe werden Bewegungen mit großer Aufmerksamkeit ausgeführt und bewusst „richtig“ gemacht.

Diese Methode ist auch für Menschen mit ausgeprägten Beeinträchtigungen geeignet.

    Was sind die positiven Effekte?

    • Entlastende Bewegungskonzepte für den Alltag

    • Verbesserungen der Fein- und Grobmotorik (Sprechen, Greifen, Gehen)

    • Verbesserung der Balance

    • Mehr Körperbewusstsein

    • Mehr Selbstvertrauen

     

    Gymnastik / Yoga / Pilates

    Sowohl bei der Gymnastik, dem Yoga als auch dem Pilates werden Bewegungen ganz bewusst mit dem Körper ausgeführt.

    Bei der Gymnastik kann jeder – auch mit körperlichen Beeinträchtigungen – Bewegungsmöglichkeiten finden. Dadurch kann man die Beweglichkeit, den Haltungsaufbau und die Körperkontrolle erhalten und verbessern sowie die Koordinationsfähigkeit (z. B. Gleichgewicht, Bewegungskopplung, Rhythmus), Kraft und Ausdauer trainieren. Die Kräftigungs- und Dehnübungen können an die körperliche Leistungsfähigkeit angepasst werden und gezielt MS Symptome verbessern.

    Yoga und Pilates hingegen zielen auf die Beziehung von Körper und Geist ab.

    Das sanfte, aber intensive ganzheitliche Training kräftigt den gesamten Körper und wirkt gleichzeitig entspannend. Die Bewegungen werden konzentriert und mit Präzision ausgeführt. Besonders wichtig dabei: die Atemtechnik. Die richtige Atmung verhilft zu mehr Kraft beim Ausführen der Übungen. Der Atem sollte nie angehalten werden, sondern fließend und harmonisch sein.

    Mental entspannt, nicht verkrampft werden beim Yoga fließende Bewegungen in einem ruhigen Raum, eventuell mit leiser Entspannungsmusik und in bequemer Kleidung durchgeführt, während beim Pilates einzelne Muskeln angespannt und bewusst wieder gelöst werden.

      Was sind die positiven Effekte?

      • Verbessert Kraft und Ausdauer

      • Sorgt für mehr Beweglichkeit, Körperkontrolle und bessere Haltung

      • Trainiert Koordinationsfähigkeit und Gleichgewicht

      • Verbessert Körperbewusstsein

      • Sanfte Dehnung wirkt gegen Spastik

      • Pilates und Yoga vertieft und verlangsamt die Atmung

      • Baut Stress ab und entspannt

       

      Weitere Informationen zu den Vorteilen von Pilates und Yoga finden Sie beim Deutschen Pilatesverband und beim Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY)

      Tanzen

      Ob Disco Fox, Salsa, Zumba oder Hip Hop – der Tanzsport bietet für jede Altersgruppe passende Musik und Bewegung. Neben Spaß und Entspannung, wird dabei ganz nebenbei auch Ausdauer, Koordination und Muskelkraft trainiert. Durch das Merken komplizierterer Schrittfolgen profitiert außerdem die Gedächtnisleistung von den rhythmischen Bewegungen. Tanzen kann man mit und ohne Rollstuhl.

        Was sind die positiven Effekte?

        • Stärkung der gesamten Muskulatur

        • Körpergefühl und Koordinationsfähigkeit werden verbessert

        • Gedächtnisleistung wird trainiert

        • Stressabbau

        • Gemeinschaftsgefühl 

         

        Mehr Informationen zu Tanzsportarten finden Sie über den Deutschen Tanzsportverband e.V. und über den Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V.