Führerschein mit MS
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Der Führerschein gibt nicht nur Unabhängigkeit und Mobilität. Einige Berufe erfordern sogar den Führerschein, sei es um Kunden zu besuchen, Waren zu transportieren oder um zur Arbeit zu gelangen. Es gibt zunächst keinen Grund, die Verkehrstauglichkeit bei MS infrage zu stellen. Entscheidend für das Autofahren ist einzig die Art und Schwere der Beeinträchtigungen.

Verkehrstauglich – ja oder nein?

Einige Symptome der MS wie Sehbehinderungen, Spastiken oder Lähmungen können die Teilnahme am Straßenverkehr gefährden. Ein Verkehrsmediziner kann die Fahrtüchtigkeit individuell feststellen und eine medizinische Bescheinigung über die Fahrtauglichkeit ausstellen. Damit ist auch die Anmeldung zur Führerscheinprüfung möglich. 

Begutachtungsstellen für Fahreignung geordnet nach Postleitzahlen finden Sie auf den Webseiten der Bundesanstalt für Straßenwesen unter www.bast.de. Die Kosten für eine solche Untersuchung sind ab 150 Euro einzuschätzen.

Durch technische Veränderungen am Fahrzeug kann die Verkehrssicherheit bei einer Beeinträchtigung wieder verbessert werden. Das können beispielsweise bei Zittern (Tremor) ein Lenkraddreizack oder bei Bewegungseinschränkungen Außenkameras sein.
Sofern ein Fahrzeug zum Erreichen des Arbeitsplatzes oder zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt wird, kann dies nach den Regeln der Kraftfahrzeughilfe-Verordnung gefördert werden. Hier ist genau definiert, welche Leistungen bezuschusst werden.

Dabei gibt es zum Erwerb des Fahrzeugs und zur Erlangung des Führerscheins eine einkommensabhängige Förderung und zusätzlich eine einkommensunabhängige Förderung für behinderungsbedingte technische Einbauten.

Individuelle Auskünfte erhalten Sie über die jeweils zuständige Sozialversicherung: Rentenversicherung, Unfallversicherung, Integrationsamt oder die Agentur für Arbeit.

Mehr über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben finden Sie auch in unserem Artikel Rechte am Arbeitsplatz.