Verlaufsmodifizierende Therapie in Abhängigkeit von der Krankheitsaktivität

Medikamente zur Behandlung der MS werden vom Patienten entweder selbst gespritzt oder als Tablette bzw. Kapsel eingenommen. Bei der Eskalationstherapie können auch Infusionen zum Einsatz kommen.

Bei MS handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist deshalb, dass die Therapie konsequent und dauerhaft durchgeführt wird. Die Langzeittherapie wirkt vorbeugend und hilft, dass längerfristig weniger Schübe auftreten und sich das Fortschreiten der Behinderung verlangsamt. Die volle Wirksamkeit der Therapie zeigt sich in der Regel erst nach längerer Anwendung. Wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung ist deshalb, dass Sie Ihr Medikament kontinuierlich und regelmäßig anwenden!

Für die Langzeittherapie gibt es unterschiedliche Wirkstoffe und Dosierungen. Die Medikamente zur Behandlung der milden/moderaten Verlaufsform der Multiplen Sklerose müssen meist gespritzt werden, manche gibt es als Tabletten bzw. Kapseln. So werden beispielsweise die standardmäßig verordneten Beta-Interferone von den Patienten selbst entweder unter die Haut oder in den Muskel gespritzt (je nach Medikament).

Wenn eine (hoch-)aktive Verlaufsform der Multiplen Sklerose vorliegt und das Fortschreiten der MS durch die gewählte Therapie nicht ausreichend verzögert wird, wird zur Therapieoptimierung auf aktive Immuntherapeutika umgestellt. Die Medikamente werden z.B. als Kapsel oder Infusion verabreicht.