Behandlung der Multiplen Sklerose (MS)

Arzt und Patientin im Gespräch. Die Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) sollte von einem Neurologen gesteuert werden.

Leider ist die Multiple Sklerose (MS) bisher nicht heilbar. Es gibt aber Medikamente, mit denen sich die Symptome lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen lassen.

Die Behandlung der Multiplen Sklerose erfolgt nach den aktuell gültigen Leitlinien der DGN (Deutsche Gesellschaft für Neurologie) und des KKNMS (Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose)als so genannte Stufentherapie. Dabei richtet sich die medikamentöse Behandlung danach, wie aktiv die MS aktuell ist, das heißt ob ein akuter Schub bzw. eine milde oder (hoch-)aktive Verlaufsform vorliegt. Auf jeder Stufe kommen in erster Linie die Medikamente zum Einsatz, die aufgrund ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit die besten Ergebnisse erzielen. Zusätzlich gibt es noch weitere Maßnahmen, die der gezielten Behandlung der einzelnen MS-Symptome dienen. [1]

Therapie des akuten MS-Schubes

Zur Unterdrückung der akuten Entzündung werden als 1. Wahl Kortikosteroide (= Kortisonpräparate) intravenös als Infusion verabreicht. Ziel der Behandlung ist die rasche und weitgehende Rückbildung der akuten Funktionsstörungen.
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Verlaufsmodifizierende Therapie

Oft bilden sich die Symptome nach einem MS-Schub wieder vollständig zurück. Doch jeder Schub birgt das Risiko, bleibende Schäden und damit eine dauerhafte Behinderung zu verursachen. Deshalb wird heute empfohlen, im Sinne einer verlaufsmodifizierenden Therapie zu behandeln.
Ziel dieser Behandlung ist es, den Verlauf einer schubförmigen MS zu verlangsamen und neue Schübe nach Möglichkeit zu verhindern oder zumindest ihren Schweregrad zu vermindern. Außerdem kann sie dazu beitragen, dass die später häufig unabhängig von den Schüben auftretende Zunahme der körperlichen Behinderung verzögert wird.

Für die Therapieentscheidung ist heute die Krankheitsaktivität im individuellen Fall das entscheidende Kriterium. Sie soll sich danach ausrichten, wie aktiv die Multiple Sklerose im Einzelfall verläuft, ob also eine „milde/moderate" oder eine „(hoch)aktive Verlaufsform" vorliegt. Dabei wird die Häufigkeit und Schwere der Schübe berücksichtigt.

Diese Unterscheidung soll eine individuelle Behandlung des Patienten ermöglichen. Sie bietet auch die Möglichkeit, eine frühzeitige Einstellung oder Umstellung auf aktive Immuntherapeutika im Sinne einer Therapieoptimierung vorzunehmen. Diese ist beispielsweise nötig, wenn die angewendete verlaufsmodifizierende Therapie nicht ausreichend wirkt.
Mehr Informationen zur Langzeittherapie bei MS

Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) wird zwischen der Schubtherapie und der verlaufsmodifizierenden Therapie unterschieden.

Immunmodulatorische Stufentherapie der schubförmigen MS

Symptomatische Therapie

Darunter fasst man alle Behandlungsformen zusammen, mit denen die einzelnen Symptome der MS durch medikamentöse bzw. nicht-medikamentöse (Begleit-)Maßnahmen, wie z. B. Physiotherapie oder Ergotherapie, behandelt werden. Ziel dieser Therapien ist es vor allem, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten, Schmerzen oder anderen Komplikationen vorzubeugen und ganz allgemein die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
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Rehabilitationsmaßnahmen

Die Rehabilitation dient dazu, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und die Lebensqualität zu sichern. Verschiedene Maßnahmen helfen, trotz MS ein bestmöglich erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen.
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Quelle(n):

[1] DGN / KKNMS Leitlinie zur Diagnose und Therapie der MS, Online-Version, Stand: 13.08.2014, http://www.kompetenznetz-multiplesklerose.de (zuletzt besucht: 01.04.2015)