Was sind die Folgen der MS?

Die Symptome der MS sind davon abhängig, welche Region des Zentralnervensystems (ZNS) von der Entzündung betroffen ist und welches Ausmaß sie hat. Nach einem MS-Schub bilden sich bei vielen Patienten die körperlichen Beschwerden (Symptome) wieder vollständig oder teilweise zurück.

Was sind die Folgen der MS?

Mögliche Symptome der Multiplen Sklerose

Bestimmte Bereiche werden häufiger befallen, z. B. Sehnerv, Hirnstamm und Rückenmark. Dies kann zu Sehstörungen, Missempfindungen in den Gliedmaßen oder Muskelsteifigkeit führen. Auch die Funktion bestimmter Organe, wie z. B. von Darm oder Blase, kann hierdurch beeinträchtigt werden.

Bei manchen Menschen beschränkt sich die MS auf eine einzige Episode mit Sehstörungen, andere haben mehrere Symptome gleichzeitig.

Abbildung:
Mögliche Symptome der MS

Mehr Informationen zu den verschiedenen Symptomen finden Sie hier.

Kognitive Störungen als Folge der MS

Im Verlauf der MS kann es durch die entzündlichen Prozesse (Neuroinflammation) und die Zerstörung von Nervenzellen (Neurodegeneration) auch zu einem vermehrten, frühzeitigen Abbau von Hirngewebe kommen (Gehirnatrophie).1  Dadurch entstehen kognitive Störungen, die v. a. das Gedächtnis, die Informationsverarbeitung, die komplexe Aufmerksamkeit sowie das Planen und Handeln betreffen. Weitere Informationen zu Gehirnatrophie und Gehirnschutz finden Sie in unseren Artikeln aus der Reihe „Mission Hirnschutz“.

Multiple Sklerose ist bis heute nicht heilbar. Allerdings können heute die Symptome und mögliche Langzeitfolgen der MS mit einer wirksamen Behandlung erheblich verringert werden.2

Quelle(n):

[1] Penner I.-K.: Kognition und MS – ein unterschätztes Problem, DNP – Der Neurologe & Psychiater, 2017; 18 (S1), S. 49-52.
[2] DGN-Leitlinien: Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Stand: Januar 2012, Ergänzung April 2014.