Die Multiple Sklerose meiner Mutter

Die Multiple Sklerose meiner Mutter

Einige von Ihnen haben vielleicht die Geschichte meiner Mutter Karen O’Shea gehört, bei der Multiple Sklerose diagnostiziert wurde. Dies ist meine Seite der Geschichte. Ich schreibe dies in der Hoffnung, dass es Eltern und Kindern helfen wird, wenn in ihrer Familie jemand an MS erkrankt. Ihr anderen Zehnjährigen da draußen, denen es geht wie mir: Es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen.

Alles begann, als meine Mutter ins Krankenhaus ging. Mein Vater sagte, sie fiel hin, als sie nach draußen zur Wäscheleine ging. Erst nach ein paar Tagen besuchte ich sie Krankenhaus. Mein Vater versuchte mir die Haare zu kämmen, aber als wir ins Krankenhaus kamen und Mama mich sah, richtete sie mir als erstes die Haare. Wir blieben eine Weile, aber ich war erst fünf Jahre alt und musste heim ins Bett. Sie blieb vier Tage lang im Krankenhaus.

Als Mama heimkam, versuchte sie mir alles zu erklären, so gut sie konnte. Aber MS einer Fünfjährigen zu erklären ist wohl ziemlich schwer. Natürlich war die erste Frage, die mir einfiel: „Musst du sterben?“ Für alle da draußen, die es noch nicht wissen, die Antwort auf diese Frage ist Nein.

Es änderte sich nicht viel, nachdem meine Mutter MS bekommen hatte. Eigentlich passierten sogar ein paar witzige Geschichten! Einmal spielte mein Vater mit meiner Hündin und fiel auf die Steine. Meine Hündin sah auf ihn herunter, sie schüttelte den Kopf von einer Seite zur anderen und sah aus, als ob sie dachte, warum liegt er bloß da? Später fragte ich dann meine Mutter, ob mein Vater auch MS hatte.

Wenn Mama fällt, stellt sie sich immer besonders ungeschickt an, und wir lachen gemeinsam darüber. Meine Mutter verwechselt manchmal Wörter und sagt zu mir, ich soll die Milch in den Schrank stellen, statt in den Kühlschrank. Ich habe gelernt, sie zu verstehen!

Gerade vor einem Monat kam ein Freund auf mich zu und fragte: „Hoffentlich bist du nicht sauer, aber wie geht es deiner Mutter mit ihrer MS?“ Ich war überhaupt nicht sauer. Es war mir sehr wichtig, ihm das zu sagen. Später erzählte ich meiner Mama davon. Mama sagte, ich sollte ihm von all den Chancen erzählen, die sie bekommen hat, seit ihre MS festgestellt wurde.

Wenn du ein Kind bist und Kummer hast, weil von deinen Eltern jemand MS hat, mach dir keine Sorgen. Ich bin ein Kind, und meine Mutter hat MS. Glaub es mir.

Autor: Emma O’Shea Carroll