MS und die peinlichen Dinge des Lebens – Arztgespräche ohne rot zu werden!

MS und die peinlichen Dinge des Lebens – Arztgespräche ohne rot zu werden!

Ist Ihr Arzt attraktiv? Einschüchternd? Oder immer in Eile? Ich stelle diese Frage, weil die Beziehung, die Sie zu Ihrem Arzt haben, ein wichtiger Faktor für einen effektiven Umgang mit Ihrer MS ist.  Fühlen Sie sich wohl dabei, mit ihm/ihr über alles zu sprechen? Wie die Erkrankung Ihren Körper und Ihre Seele beeinflusst, oder ist es Ihnen manchmal allzu peinlich, die weniger glamourösen Symptome anzusprechen, die bei Ihnen auftreten?

Geben wir es zu: Nicht alle MS-Symptome sind gleich. Manche können ängstigen, andere schränken ein, und dann sind da noch die schlicht peinlichen Dinge des MS Lebens!

Mit Störungen der Blasenfunktion und Inkontinenz fühlt man sich nicht sehr wohl – vor allem dann nicht, wenn man versucht, eine Toilette zu erreichen, oder noch schlimmer, es nicht rechtzeitig schafft. Es kann beschämend sein, wenn man versuchen muss, dem Partner zu erklären, dass es nicht an ihm oder ihr liegt, sondern dass es die MS ist, die Erektionsstörungen, Scheidentrockenheit oder Schmerzen beim Verkehr verursacht. Verstopfung ist nicht sexy, ebenso wenig wie die vielen anderen „Nebenwirkungen“ der MS, die sich verheerend auf Ihren Körper auswirken und dem Selbstvertrauen erheblich schaden.

Das muss aber nicht immer so sein. Mit vielen MS-Symptomen kann man umgehen. Dazu ist es notwendig, vertrauensvoll darüber sprechen zu können. Wie gehen Sie also damit um? Klar und deutlich?

Lachen ist die beste Medizin

Lachen ist eine großartige Art, Verlegenheit zu mildern. Manchen fällt es leichter als anderen, das Lachen über sich selbst zu lernen. Sinn für Humor zu haben hilft auf jeden Fall.

Distanzieren Sie sich von Ihrem Symptom

Manchmal ist es leichter, auf unbeteiligte Weise über ein Symptom zu sprechen. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn Sie sich wegen kognitiver Symptome der MS sorgen. „Ich habe gelesen, dass manchmal Gedächtnisverlust oder sogar Depression eine MS begleiten können. Ich glaube, das erlebe ich gerade."

Machen Sie Notizen

Sie möchten die Zeit optimal nutzen, die Sie bei Ihrem Arzt zur Verfügung haben. Wenn Sie befürchten, dass es Ihnen schwer fallen wird, Ihre Fragen anzusprechen, stellen Sie eine Liste zusammen und geben Sie diese Ihrem Arzt.

Es betrifft nicht nur Sie

Zwar sind diese Symptome vielleicht neu und beängstigend für Sie, doch Ihrem Arzt können Sie vermutlich nicht mehr viel Neues berichten.  Er kennt die Sorgen von MS Patienten, denn: Sie sind nicht allein.

Vergessen Sie nicht, dass die Ärzte während ihrer Ausbildung auf den Umgang mit dem menschlichen Körper vorbereitet werden: das Gute, das Schlechte und auch das Hässliche!

Die Zeit lässt Dinge einfacher werden …

Je häufiger Sie über diese Dinge sprechen, desto einfacher wird es im Lauf der Zeit. Mir ist schon oft aufgefallen, wie ungezwungen meine Großmutter und andere ältere Menschen scheinbar mit all ihren intimen Beschwerden umgehen, ohne jede Scham! Die Zeit muss es wohl leichter machen, oder?

Am wichtigsten ist, dass Sie Ihre Bedürfnisse äußern, damit Sie die Hilfe bekommen können, die Sie verdienen. Wenn Sie feststellen, dass Sie sich nicht wohl dabei fühlen, diese Gespräche mit Ihrem Arzt zu führen, sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, eine Betreuung zu suchen, bei der Sie es TUN. Schließlich handelt es sich hier um eine der Beziehungen, in denen eine gute Kommunikation Ihre Lebensqualität direkt beeinflussen kann. Was macht es also, wenn Sie im Sprechzimmer des Arztes vielleicht ein wenig erröten – glauben Sie ERNSTHAFT, er/sie würde Sie verurteilen?

Wie wohl fühlen Sie sich dabei, über die eher peinlichen oder intimen Symptome der MS zu sprechen?

Autor: Donna Sullivan