Managen Sie Ihre Online-Identität

Managen Sie Ihre Online-Identität

Facebook. Twitter. Tumblr. Pinterest. LinkedIn. YouTube. Die Liste ließe sich endlos fortführen. Im heutigen digitalen Zeitalter hat jeder von uns eine Identität, die online lebt. Und von Jahr zu Jahr wächst unsere Abhängigkeit von digitalen und sozialen Medien weiter. Was wir aber teilen und mit wem wir es teilen, kann Auswirkungen jeder Art in der Offline-Welt haben. Diese reichen von verbindend und stärkend bis schlicht peinlich.

Unser aller Leben hat verschiedene Facetten: Arbeit, Familie und nun eine chronische Erkrankung – hat es einen Nutzen, zu entscheiden, welche Teile von uns wir bestimmten Menschen in unserem Leben zeigen wollen?

Soziale Medien können Menschen mit chronischer Erkrankung Halt geben

Ich versorge meine Tochter und gesundheitliche Probleme halten uns oft zu Hause. Sie hat keine Multiple Sklerose, leidet aber an einer chronischen Erkrankung und lebt mit ständigen Schmerzen, deren Schwere sich von Tag zu Tag ändert. Soziale Medien helfen mir dabei, eine Verbindung zu halten. Sie liefern einen nicht endenden Strom neuer Ideen und Gedanken für den Umgang mit den medizinischen und emotionalen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind. Ich stehe in Kontakt mit anderen Patienten und erhalte Informationen, die mir dabei helfen, mit der Erkrankung meiner Tochter besser umzugehen. Und die Unterstützung ist von unschätzbarem Wert! Es ist immer jemand da, der dich aufmuntert, wenn du es brauchst, oder der dich inspiriert und zum Weitermachen motiviert. Diese Unterstützung hilft uns zu heilen.

Manchmal denke ich jedoch über den digitalen Fußabdruck nach, den ich hinterlasse, über das Zeug, das ich über mich mitteile, darüber, wer wohl meine Mitteilungen sieht und wo unsere Welten vielleicht aufeinander treffen. Einige Menschen gibt es, mit denen ich ohne Einschränkungen bestimmte Informationen teile, mit anderen jedoch weniger. Zwischen Facebook, Twitter, Google und all den Plattformen und mobilen Interaktionen, die ablaufen, erscheint es manchmal unmöglich, nur den Versuch einer Selektion zu unternehmen. Dennoch gibt es einige einfache Schritte, die jeder unternehmen kann, um die eigene Online-Person zu managen und um nur das zu teilen, was man teilen will und mit wem man will.

Kontrolle der Privatsphäre: Aktualisieren Sie Ihre Einstellungen

Ein wichtiger erster Schritt ist es, die Kontrolle über Ihren Informationsfluss zu übernehmen. Tragen Sie zusammen, auf welchen Plattformen Sie vertreten sind und welchen Grad an Kontrolle jede einzelne anbietet.

Facebook verfügt über einige ausgezeichnete Werkzeuge zur Auswahl von Privatsphäre und Publikum, die Ihnen ermöglichen, zu entscheiden, wer Ihre Postings lesen und Ihre Seite kommentieren darf. Sie können auch Listen erstellen, mit denen Sie Ihre Kontakte organisieren, so dass spezielle Postings nur von bestimmten Menschen gesehen werden können. Twitter ermöglicht Ihnen mit der Funktion „geschützter Tweet“ auszuwählen, wer Ihre Tweets erhält. Und wussten Sie, dass Instagram es Ihnen ermöglicht, Ihre Fotos aus der Google-Suche zu entfernen?

Denken Sie daran, dass Optionen und Features ständig aktualisiert werden. Deshalb lohnt es sich, Ihre Privatsphäre-Einstellungen alle paar Monate zu überprüfen.

Wählen Sie Ihre Plattformen

Wenn es darum geht, was wir teilen und mit wem, hat es viele Vorteile, den Kanal zu finden, der für die eigenen Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Selbsthilfegruppen und MS-Communities sind eine großartige Quelle für Unterstützung und Informationen. Ebenso wichtig können sie als Zuflucht und als Ventil werden. Auch wenn Freunde und geliebte Menschen sich bemühen, werden sie oft nicht verstehen, was es wirklich bedeutet, mit einer chronischen Krankheit zu leben.

Manche Menschen sind wie ein offenes Buch und haben keine Probleme, sich über alles offen auszutauschen. Wenn Sie aber vermeiden wollen, den MS-Teil Ihrer Persönlichkeit mit Ihren üblichen sozialen Kontakten zu teilen, kann es hilfreich sein, auszuwählen, WO Sie sich engagieren. Vergessen Sie nicht, Sie selbst kontrollieren Ihr Online-ICH. Es ist ganz allein Ihres.

Autor: Donna Sullivan