Um die schädigenden Auswirkungen
der Multiplen Sklerose möglichst gering
zu halten, sollte die Wirksamkeit einer
medikamentösen Therapie regelmäßig
überprüft werden. Das Ziel: Ihre
individuellen Multiple-Sklerose-Symptome
besser zu behandeln. Zeigt die MS-Therapie
nicht den gewünschten Therapieerfolg
oder ist die Krankheitsaktivität bei Ihnen
von Anfang an sehr hoch, wird empfohlen,
frühzeitig auf eine Therapie für die (hoch-)aktive
Verlaufsform der Multiplen Sklerose umzustellen.

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Therapieoptimierung bei Nachweis nachlassender Wirksamkeit

Trotz einer verlaufsmodifizierenden Therapie kann die MS weiter aktiv sein. Inwiefern das bei Ihnen der Fall ist, zeigt sich unter Umständen bei einer MRT-Untersuchung oder durch das Auftreten von MS-Symptomen. In einem solchen Fall ist die verlaufsmodifizierende MS-Therapie nicht ausreichend wirksam und sollte optimiert werden, damit die Schädigung Ihrer Nervenzellen minimiert wird. Ihr Arzt wird mit Ihnen die mögliche Therapieumstellung besprechen. Inzwischen sind zur verlaufsmodifizierenden Therapie der MS verschiedene Wirkstoffe zugelassen. Diese werden unter Berücksichtigung der Schwere der Erkrankung, Krankheitsaktivität oder Änderungen im Krankheitsverlauf zur weiteren Behandlung der Entzündungsprozesse eingesetzt. Um welche Entzündungsprozesse es sich hierbei handelt, lesen Sie hier.

Viele Menschen mit MS profitieren erheblich von einer Therapieoptimierung, da so die Multiple-Sklerose-Symptome besser behandelt werden. Weniger Krankheitsaktivität bedeutet in der Regel auch weniger Beeinträchtigungen und damit eine Erhöhung Ihrer Lebensqualität.

Sie können auch durch Ihr eigenes Verhalten aktiv Einfluss auf Ihre MS nehmen, indem Sie sich beobachten und darauf achten, ob bestimmte Symptome sich verschlechtert haben.

Eine möglichst frühe Therapieentscheidung hilft Ihnen dabei, das Voranschreiten Ihrer Erkrankung zu verlangsamen. Weitere Informationen darüber, wie Sie besser Ihre Symptome einschätzen können, finden Sie hier.

 

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Vor einem Therapiewechsel bei MS gut informieren

Vor einem möglichen Wechsel der MS-Medikation sollten Sie sich bei Ihrem Arzt genau über das neue Medikament informieren: über Einnahme (oral, Infusion, spritzen), Nebenwirkungen, Vorbereitung des Therapiebeginns (Stichwort Auswaschphase) sowie darüber, welche Kontrolltermine Sie einhalten müssen.

Quelle(n):
1 DGN-Leitlinien: Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Stand: Januar 2012, Ergänzung April 2014.
2 Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Qualitätshandbuch MS / NMOSD, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage 2017.