Der positive Einfluss von
Bewegung auf die Gesundheit
ist unumstritten – auch für
Menschen mit Multipler Sklerose (MS).
Rehabilitationssport und Funktionstraining
haben daher heute in der
Rehabilitation der MS ihren festen Platz.

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Während Reha-Sport darauf zielt, Ihre Ausdauer, Kraft und Koordination zu fördern, werden mittels Funktionstraining gezielt und schonend bestimmte Gelenke und Muskeln durch Krankengymnastik und/oder Ergotherapie behandelt. Reha-Sport und Funktionstraining sind wichtige Säulen der Rehabilitation. Sie sollen Sie darin unterstützen, dass Sie das Rehabilitationsziel einer Reha-Maßnahme erreichen. Und – mindestens genauso wichtig – der Reha-Sport soll Ihnen dabei helfen, dieses Ziel auch über das Ende der Maßnahme hinaus sichern zu können. Die Verordnung von Bewegung ist daher oft eine ergänzende Maßnahme nach der medizinischen Rehabilitation bei Multipler Sklerose.

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Zielsetzung des Reha-Sports bei MS

Reha-Sport und Funktionstraining finden immer in Gruppen und unter ärztlicher Aufsicht statt. Als Sportarten kommen u. a. Nordic Walking, Gymnastik, Schwimmen oder Bewegungsübungen infrage. Das Ziel des Reha-Sports ist vor allem, dass das Bewegungstraining langfristig, auch wenn die Reha-Maßnahme abgeschlossen ist, selbstständig und eigenverantwortlich weitergeführt wird. Damit soll der MS-Patient selbst einen wichtigen Beitrag zum eigenen Wohlbefinden liefern.

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Novartis

Ziele:

  • „Hilfe zur Selbsthilfe“
  • Verbesserung von Kraft, Ausdauer und körperlicher Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung der funktionellen Beeinträchtigungen durch die MS-Symptome
  • Risiko für Folgeschäden vermindern
  • soziale und psychische Stabilisierung
  • Förderung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Gruppendynamik)
  • Verbesserung der Lebensqualität

Ihr Arzt kann bei MS Reha-Sport verordnen

Falls Sie von einer Behinderung bedroht sind, ist für Sie das Recht auf Reha-Sport zur Wiedergewinnung und Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit gesetzlich im „Bundesversorgungsgesetz" verankert.

Ihr behandelnder Arzt kann Ihnen zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit die Teilnahme am Reha-Sport empfehlen und eine Verordnung dafür ausstellen. Diese enthält auch eine Empfehlung, welche Art von Reha-Sport geeignet ist.

Reha-Sport – 50 Übungseinheiten als Richtwert

Bevor Sie mit dem Reha-Sport beginnen können, müssen Sie einen Antrag auf Kostenübernahme beim zuständigen Rehabilitationsträger (Krankenkasse, Rentenversicherung oder Unfallversicherung) stellen. Der Rehabilitationsträger übernimmt in der Regel zeitlich begrenzt die Kosten.

Der Leistungsumfang variiert mit der Schwere Ihrer Beeinträchtigung. Als Richtwert für die ärztliche Verordnung gilt im Regelfall die Absolvierung von 50 Übungseinheiten mit jeweils mindestens 45 Minuten in höchstens 18 Monaten. Allerdings ist für eine angemessene Verordnungsdauer der Einzelfall entscheidend. Reha-Sport kann daher auch über einen längeren Zeitraum verordnet werden.

Reha-Sport als Motivation für das Bewegungsprogramm zu Hause

Für viele Menschen mit MS bedeutet Reha-Sport, dass sie nach langen, wenig bewegungsintensiven Phasen wieder an den Sport herangeführt werden. Er soll langfristig eine Motivation für die Fortführung des Bewegungsprogramms zu Hause sein.

Vielleicht möchten Sie die „neu erlernte" Sportart in Ihrem Sportverein weiterführen? Oder Sie werden allein sportlich aktiv? Auch MS-Sportgruppen bieten zahlreiche Sportaktivitäten.

Mehr über die positive Wirkung von Bewegung bei Multipler Sklerose und geeignete Sportarten finden Sie hier.