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Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat unser Leben seit Frühjahr 2020 stark verändert. Neue Virusvarianten und wiederkehrende Wellen lösen bei vielen Menschen nach wie vor Unsicherheit und Besorgnis aus, insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen wie Multipler Sklerose (MS). Parallel wächst aber auch das Wissen um die Erkrankung und ihre Folgen. Um Sie bestmöglich zu informieren, haben wir für Sie wichtige Erkenntnisse aus verschiedenen vertrauenswürdigen Quellen zusammengestellt.

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Wenn Sie sich darüber hinaus über die aktuelle Situation informieren möchten, stehen Ihnen die Internetpräsenzen der offiziellen Stellen zur Verfügung – die entsprechenden Quellen finden Sie am Ende dieses Artikels.

Aktuelle Zahlen und Fakten: Wie ist die derzeitige Situation?

Erstmals wurde im Dezember 2019 über einen Ausbruch von Lungenentzündungen in Wuhan (China) berichtet. Auslöser dafür war ein neues Virus SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren. Erste Fälle wurden Ende Januar 2020 in Europa bekannt.1

Seitdem hat sich das Virus schnell über die ganze Welt verbreitet. Seit Ausbruch der Pandemie sind über 373 Millionen Menschen weltweit an dem neuartigen Virus erkrankt (Stand Januar 2022)2, mit steigender Tendenz.

Bei Infizierten kann das Coronavirus die Erkrankung COVID-19 auslösen. Sie kann verschiedene Organsysteme befallen, sehr häufig jedoch die Lunge. Die Krankheitsverläufe von COVID-19 sind sehr unterschiedlich in ihrer Schwere und Ausprägung. Seit Mitte 2020 werden auch längerfristige gesundheitliche Folgen einer COVID-19-Infektion, bekannt unter „Long COVID“ oder „Post-COVID“, untersucht.3

Kann man sich gegen SARS-CoV-2 impfen lassen?

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Seit dem 26. Dezember 2020 wird in Deutschland gegen SARS-CoV-2 geimpft. Bislang stehen fünf Impfstoffe zur Verfügung.3,4 Grundsätzlich können sich heute alle Menschen in Deutschland, die möchten, impfen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass ein vollständiger Impfschutz nicht jede Infektion verhindern kann („Impfdurchbrüche“). Trotzdem ist die Impfung sinnvoll, denn sie sorgt dafür, dass Corona-Infektionen deutlich seltener vorkommen und Erkrankungen nur sehr selten schwer verlaufen.5

Wie kann COVID-19 behandelt werden?

Nur etwa 10 % der COVID-19-Erkrankungen verlaufen schwer und müssen im Krankenhaus behandelt werden.6 Inzwischen stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, für die ein Nutzen in der Therapie von COVID-19 nachgewiesen wurde. Ihr Einsatz bzw. die Auswahl der verschiedenen Behandlungsoptionen richtet sich nach der Schwere der Erkrankung.3, 7

Das Robert Koch-Institut sowie das Bundesministerium für Gesundheit informieren fortlaufend über die Situation in Deutschland. Für aktuelle Informationen und Zahlen verweisen wir auf die Homepage des Robert Koch-Instituts3 sowie des Bundesministeriums für Gesundheit6.

Wie wird SARS-CoV-2 übertragen?

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Das Coronavirus wird vorwiegend über größere Tröpfchen und kleinere sogenannte Aerosole übertragen. Sie entstehen beim Atmen, Niesen, Husten, Sprechen und Singen. Eine Übertragung über Oberflächen ist denkbar, wenn sich eine infizierte Person in unmittelbarer Nähe befindet.3

Der Großteil der Übertragungen erfolgt durch Menschen mit entsprechenden Symptomen (symptomatische Patienten). Allerdings steckt sich ein Teil auch bei Personen an, die (noch) keine Symptome aufweisen (asymptomatisch bzw. präsymptomatisch).3 Deshalb ist es wichtig, Vorsichtsmaßnahmen vorzunehmen – mehr dazu unter „Wie kann man sich bei MS schützen?“.

Welche Symptome treten bei COVID-19 auf?3

Die häufigsten Symptome einer COVID-19-Infektion sind folgende (Deutschland, Stand 26. November 2021):3

  • Husten – 42 %
  • Fieber – 26 %
  • Schnupfen – 31 %
  • Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns – 19 %

Darüber hinaus können folgende weitere Anzeichen bei einer COVID-19-Infektion auftreten: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie und Bewusstseinsstörungen (Somnolenz).3

Besteht für Erkrankte mit MS ein erhöhtes Risiko für COVID-19 ?8

Nach aktuellem Wissensstand haben Menschen mit MS nicht per se ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf. Vielmehr spielen Faktoren eine Rolle, die auch in der Allgemeinbevölkerung Risikofaktoren darstellen.8 Dazu gehören ein höheres Lebensalter und Begleiterkrankungen wie beispielsweise Herzkrankheiten oder Fettleibigkeit.3

Allerdings gibt es weitere Einflussfaktoren für die Bewertung des COVID-19-Risikos mit MS: Der Grad einer Behinderung, z. B. wenn Gehhilfen benötigt werden oder die Lungenfunktion beeinträchtigt ist bzw. andere Vorerkrankungen vorliegen, kann das Risiko für einen schwereren Verlauf von COVID-19 erhöhen. Auch die Behandlung mit bestimmten Medikamenten kann eine Rolle spielen.8 Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, um nähere Informationen dazu zu erhalten.

Egal was Sie hören oder lesen: Setzen Sie bitte die Therapie Ihrer MS wegen COVID-19 niemals eigenständig ab. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Bitte beachten Sie auch, dass dieser Text nur Ihrer Information dient und auf keinen Fall ein Gespräch mit Ihrem Arzt ersetzen kann.

Wie kann man sich bei Multiple Sklerose vor COVID-19 schützen?

Als MS-Patient sollten Sie grundsätzlich versuchen, eine Infektion zu vermeiden. Eine wichtige Rolle dabei spielt vor allem die Corona-Schutzimpfung. Gemäß Robert Koch-Institut kann sie bei Menschen mit MS durchgeführt werden9, vom Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. wird sie explizit empfohlen. Der Vorzug sollte dabei den mRNA-basierten Impfstoffen gegeben werden.10 Wenn Sie unsicher sind, besprechen Sie das Thema bitte mit Ihrem Arzt.

Darüber hinaus empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Verhaltens- und Hygienemaßnahmen, die sogenannten AHA+L+A-Regeln: Abstand halten, Hygienevorschriften beachten (einschließlich Handhygiene und Husten-Nies-Schnäuz-Etikette) und (Alltags- bzw. FFP2-)Maske tragen, ausreichend lüften sowie die Nutzung der Corona-Warn-App.11 Zur Corona-Warn-App finden Sie weiterführende Informationen auf dieser Website: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Vermeiden Sie zudem Kontakte, vor allem in geschlossenen Räumen und ohne Maske. Auch wenn der Abstand von 1,5 bis 2 Metern eingehalten werden kann, ist das Risiko einer Ansteckung gegeben.8

Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/

 

Bleiben Sie immer gut informiert

Das Wissen über das neuartige Coronavirus erweitert sich stetig. Informieren Sie sich regelmäßig über neue Erkenntnisse. So können Sie sich bei Bedarf testen lassen, frühzeitig mögliche Symptome für COVID-19 erkennen und aktiv handeln, wenn es nötig ist.

Haben Sie die Vermutung, dass Sie sich infiziert haben, oder hatten Sie Kontakt zu einem infizierten COVID-Patienten? Dann wenden Sie sich bitte umgehend an den Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter Tel. 116117. Hier wird mit Ihnen besprochen, wie Sie weiter vorgehen sollten. Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter: https://www.116117.de/de/index.php

 

info

Regelmäßige Updates finden Sie auf den Internetseiten deutscher Behörden, des Robert Koch-Instituts sowie auf den Seiten der Fachgesellschaften:

COVID-19 ist eine sehr erstzunehmende Erkrankung, die noch nicht abschließend erforscht ist. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Informationen einen guten Überblick geben konnten.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

MS und ich: Teaserbild zum Thema "Der Ärzten die richtigen Fragen stellen"

Ärzten die richtigen Fragen stellen 
 

Ein offenes Gespräch mit dem Arzt unterstützt dabei, einen individuellen Therapieplan zu erstellen. Wie Sie sich darauf gut vorbereiten erfahren Sie hier.
 

MS-Wissen Multiple Sklerose

Multiple 
Sklerose
 

MS wird auch als „Krankheit mit den tausend Gesichtern“ bezeichnet. Warum das so ist, was genau in Ihrem Körper passiert und welche Symptome Folge der MS sein können, lesen Sie hier.

Fortschritt durch Forschung

Fortschritt durch
Forschung
bei Multipler Sklerose

Das Engagement forschender Pharmaunternehmen sorgt für Fortschritt in der Behandlung von Multiple Sklerose. 

 

Quellen:

1World Health Organisation. Timeline of WHO’s response to COVID-19. 9. September 2020. Online unter: https://www.who.int/news/item/29-06-2020-covidtimeline. Letzter Zugriff: 09.03.2022.
2European Centre for Disease Prevention and Control. COVID-19 situation update worldwide, as of 10 November 2020. Online unter: https://www.ecdc.europa.eu/en/geographical-distribution-2019-ncov-cases. Letzter Zugriff: 09.03.2022​​​​​​​.
3Robert Koch Institut. SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Stand: 08.01.2021. Online unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html. Letzter Zugriff: 09.03.2022​​​​​​​.
4Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V. Update der DMSG-Empfehlungen für Multiple Sklerose-Erkrankte zum Corona-Virus. Online unter: https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/dmsg-aktuell/news-article/News/detail/update-der-empf ehlungen-zum-corona-virus-fuer-multiple-sklerose-erkrankte-impfungen-therapieoption/?no_cache=1&cHash=1f45cc65c79272dae37d6e2827278143. Letzter Zugriff: 09.03.2022​​​​​​​.
5Amsel. Das Multiple Sklerose Portal. MS-DocBlog. Neues vom ECTRIMS 2020 – MS-Management zu Zeiten von COVID19. 2. November 2020. Online unter: https://www.ms-docblog.de/multiple-sklerose/neues-vom-ectrims-2020-ms-management-zu-zeiten-von-covid19/. Letzter Zugriff: 09.03.2022​​​​​​​.
6Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Informationen rund um das Coronavirus. Online unter: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/. Letzter Zugriff: 09.03.2022.