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Wenn Sie früh mit einer verlaufsmodifizierenden Therapie bei Multipler Sklerose (MS) beginnen, kann das Ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Am besten startet die Behandlung schon beim ersten Auftreten von Krankheitszeichen.

Die verlaufsmodifizierende Therapie bei MS beeinflusst den Krankheitsverlauf1,2

Die MS-Schübe sind nur die Spitze der tatsächlichen Krankheitsaktivität („Eisberg-Prinzip“) bei Multipler Sklerose. Vieles findet im „Verborgenen" statt, sodass neben der Behandlung des akuten Schubes die sogenannte verlaufsmodifizierende Therapie bei MS notwendig ist.

Die verlaufsmodifizierende MS-Therapie kann dauerhaft einen positiven Einfluss auf Ihren Krankheitsverlauf nehmen und die Schubhäufigkeit und die Schwere der Schübe bei MS vermindern. Gleichzeitig wirkt sie damit einer schnellen Zunahme von Beeinträchtigungen entgegen. Durch einen solchen Therapieansatz kann zudem bei einer vorangeschrittenen Erkrankung der Übergang der durch Schübe markierten RRMS in eine SPMS verlangsamt werden.

Je früher behandelt wird, desto besser

Es konnte gezeigt werden, dass es wichtig ist, die Krankheitsaktivität schon in der Anfangsphase mit einer verlaufsmodifizierenden MS-Therapie unter Kontrolle zu halten, um damit den Krankheitsfortschritt zu verzögern.

Grafik schubförmig remittierender Verlauf (RRMS)

Abbildung: Krankheitsverlauf bei Multipler Sklerose in Abhängigkeit vom Therapiebeginn

Die Wahl der MS-Therapie ist vom Krankheitsverlauf abhängig

Verlaufsmodifizierende Therapie

Bei der Auswahl der MS-Therapie unterscheidet man zwischen milden bzw. moderaten und hochaktiven Verlaufsformen der Multiplen Sklerose.

Es gibt verschiedene MS-Medikamente, die Sie zur Behandlung einer milden/moderaten Verlaufsform einsetzen können. Sie unterscheiden sich in Wirkweise, Dosierung und Anwendungsart. Diese Medikamente müssen meist gespritzt werden, manche gibt es als Tabletten bzw. Kapseln.

Die MS-Medikamente können unterschiedliche Nebenwirkungen haben. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie darauf achten, die vorgegebenen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen einzuhalten.

Die verlaufsmodifizierende Therapie bei MS ist eine Langzeittherapie

Da es sich bei der Multiplen Sklerose um eine chronische Erkrankung handelt, müssen Sie sich darauf einrichten, dass die verlaufsmodifizierende Therapie in der Regel eine Langzeittherapie ist. Sie wirkt vorbeugend und hilft, dass längerfristig bei Ihnen weniger Schübe auftreten. Auch das Fortschreiten der Beeinträchtigungen, unabhängig von den Schüben, kann verlangsamt werden. Die volle Wirksamkeit der verlaufsmodifizierenden Therapie zeigt sich in der Regel erst nach längerer Anwendung.

Wichtig für eine dauerhafte und langfristige Wirkung ist vor allem die kontinuierliche Gabe – es empfiehlt sich, dabeizubleiben! Mehr über die Bedeutung der Therapietreue bei MS erfahren Sie hier.

Therapieoptimierung

Therapieoptimierung bei Nachweis nachlassender Wirksamkeit

Die Wirksamkeit der verlaufsmodifizierenden Therapie bei MS sollte regelmäßig überprüft werden, denn trotz einer verlaufsmodifizierenden Therapie kann die MS weiter aktiv sein. Stellt sich auch nach längerer Anwendung nicht der gewünschte Therapieerfolg ein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob es geeignetere Therapien gibt, die für Sie infrage kommen und ob eine frühzeitige Umstellung auf eine Therapie für die (hoch-)aktive Verlaufsform der Multiplen Sklerose sinnvoll ist.

Ob die MS bei Ihnen weiter aktiv ist, zeigt sich unter Umständen bei einer MRT-Untersuchung oder durch das Auftreten von MS-Symptomen. In einem solchen Fall ist die verlaufsmodifizierende Therapie nicht ausreichend wirksam und sollte optimiert werden, damit die Schädigung Ihrer Nervenzellen minimiert wird. Ihr Arzt wird mit Ihnen die mögliche Therapieumstellung besprechen. Dies wird unter Berücksichtigung der Schwere der Erkrankung, Krankheitsaktivität oder Änderungen im Krankheitsverlauf zur weiteren Behandlung der Entzündungsprozesse ausgewählt. Um welche Entzündungsprozesse es sich hierbei handelt, lesen Sie hier.

Sie können auch durch Ihr eigenes Verhalten aktiv Einfluss auf Ihre MS nehmen, indem Sie sich beobachten und darauf achten, ob sich bestimmte Symptome verschlechtert haben.

Denn eine möglichst frühe Therapieentscheidung hilft Ihnen dabei, das Voranschreiten Ihrer Erkrankung zu verlangsamen. Weitere Informationen darüber, wie Sie besser Ihre Symptome einschätzen können, finden Sie hier.

MS & ich: Icon für wichtige Information

Vor einem Therapiewechsel bei MS gut informieren

Vor einem möglichen Wechsel der MS-Medikation sollten Sie sich bei Ihrem Arzt genau über das neue Medikament informieren: Über Einnahme (oral, Infusion, Spritzen), Nebenwirkungen, Vorbereitung des Therapiebeginns (Stichwort Auswaschphase) sowie darüber, welche Kontrolltermine Sie einhalten müssen.

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Bei Fragen zur Wirkweise und Anwendung des Medikamentes erfahren Sie mehr in unserem Patientenbereich „Meine Novartis-Therapie" oder über den Novartis-Infoservice.

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Quelle(n):

1 DGN-Leitlinien: Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Stand: Februar 2021
2 Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Qualitätshandbuch MS / NMOSD, 8. komplett überarbeitete Auflage 2021.