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Hocheffektive Therapien

Nicht jede MS-Therapie wirkt gleich stark. Während niedrig wirksame Therapien (LET – Low Efficacy Therapies) die Krankheitsaktivität nur teilweise bremsen, können hocheffektive Therapien (HET – High Efficacy Therapies) das Fortschreiten der Erkrankung gezielt verlangsamen.

Kurz erklärt:

  • LET: Werden schon lange bei MS eingesetzt. Sie können die Krankheitsaktivität verringern, wirken aber bei aktiver MS oft nicht ausreichend.
  • HET: Greifen gezielt in die Krankheitsmechanismen ein und zeigen meist eine stärke Reduktion der Krankheitsaktivität über die Zeit.

Studien* deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Behandlung der MS mit einer hocheffektiven Therapie das Fortschreiten der Behinderungen reduzieren kann. Diese Therapien haben zu einem Umdenken in der MS-Behandlung geführt: Statt zu warten, bis die Erkrankung fortschreitet, wird heute früh und gezielt behandelt. Das Prinzip heißt „Hit hard and early“ – also früh und wirksam zu handeln, um Entzündungen zu bremsen, die jährlichen Schübe zu verringern und langfristige Schäden zu verhindern.

*Spelman T, et. al, Jama Neurol 2021; 78: 1197–1204.

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Verlier keine Zeit

Eine frühzeitige Therapie kann den Verlauf positiv beeinflussen.

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Bleib im Alltag flexibel

Moderne Therapien können flexibel in dein Leben integriert werden.

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Geh aktiv ins Arztgespräch

Gemeinsam mit deinem Arzt oder deiner Ärztin findest du eine für dich passende Option.

Deine Tools für ein selbstbestimmtes Leben mit MS

Deine Therapie sollte zu dir passen – zu deinem Alltag, deinen Zielen, deinem Leben. Bei wichtigen Therapieentscheidungen geht es nicht darum, allein zu entscheiden – aber auch nicht, einfach nur zu folgen. Du und dein Arzt oder deine Ärztin trefft die Entscheidung gemeinsam: Ihr besprecht, welche Behandlung am besten zu dir, deiner Situation und deinen Bedürfnissen passt. So entsteht eine Entscheidung, die medizinisch fundiert und persönlich stimmig ist – und dir das Gefühl gibt, mitzubestimmen. Unsere Tools helfen dir dabei, deine Symptome zu beobachten, dich gut auf Gespräche vorzubereiten und die richtigen Fragen zu stellen – damit du aktiv an deiner Therapie mitwirken und die bestmögliche Entscheidung für dich treffen kannst.

Erkenne und verstehe die Signale deines Körpers mit dem MS Symptom-Kompass. Mit der Online-Anwendung behältst du den Krankheitsverlauf im Blick, sodass Veränderungen frühzeitig erkannt werden können. Die Ergebnisse kannst du direkt für dein nächstes Arztgespräch nutzen und dich mit dem Therapie-Kompass optimal darauf vorbereiten, damit du gemeinsam mit deinem Arzt eine informierte Entscheidung zu deiner medikamentösen Therapie treffen kannst.

„Mein Leben hat 1.000 Seiten. MS ist nur eine.“

Menschen mit MS können je nach Geschlecht unterschiedlich stark beeinträchtigt sein – durch späte Therapieentscheidungen, Unsicherheit oder fehlende Informationen. Doch Wissen stärkt: Wenn du deine Optionen kennst, kannst du aktiv mitentscheiden – und dein Leben so gestalten, wie du es willst.

Erfahre, wie Hormone oder Familienplanung deine Therapie beeinflussen können – und warum Frauen eine individuellere Versorgung brauchen.

Eine Frau schaut verträumt in den Himmel während sie in einer Hängematte im Wald liegt.

MS und Hormone 

Finde heraus, wie der Zyklus die MS-Symptome bei Frauen beeinflusst.

FAQ – wichtige Fragen zu deiner MS

Gut informiert zu sein, heißt, Entscheidungen selbstbewusst zu treffen. Hier findest du Antworten auf Themen, die viele Menschen mit MS bewegen. Sprich bei weiteren Fragen immer auch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Was bedeutet „hocheffektiv“ bei MS-Therapien?

„Hocheffektiv“ bedeutet, dass die Therapie das Fortschreiten der MS besonders effektiv verlangsamen kann. Die Medikamente zielen darauf ab, Entzündungen frühzeitig zu bremsen und Nervenschäden zu verhindern. Auch bei milder MS-Symptomatik können sie früh eingesetzt werden, um langfristige Einschränkungen zu vermeiden.

Ich fühle mich stabil – kann meine MS trotzdem aktiv sein?

Ja. Auch wenn du keine spürbaren Symptome hast, kann die MS im Hintergrund aktiv sein. MRT-Aufnahmen oder Biomarker wie sNfL können zeigen, ob im Nervensystem Entzündungsprozesse ablaufen. So lässt sich früh erkennen, ob Handlungsbedarf besteht.

Worüber sollte ich mit meiner Neurologin oder meinem Neurologen sprechen?

Sprich offen über deine Lebenspläne, Therapieziele und deinen Alltag. Auch Themen wie Nebenwirkungen, Familienplanung oder Flexibilität im Alltag sind wichtig. Unser Gesprächsleitfaden hilft dir, dich vorzubereiten und die richtigen Fragen zu stellen.

Welchen Einfluss haben Hormone auf meine MS?

Hormone können die Aktivität der MS beeinflussen. Zum Beispiel berichten viele Frauen über Veränderungen ihrer Symptome während des Zyklus, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Östrogene scheinen entzündungshemmend zu wirken – weshalb die MS in der Schwangerschaft oft ruhiger verläuft. Nach der Geburt kann die Aktivität jedoch vorübergehend wieder ansteigen.

Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über hormonelle Veränderungen und mögliche Auswirkungen auf deine Therapie.

Kann ich Familie oder Karriere planen – was muss ich beachten?

Ja, beides ist möglich. Wichtig ist, frühzeitig mit deinem Arzt oder deiner Ärztin zu sprechen, denn manche Therapien erfordern Pausen oder Anpassungen, z. B. vor einer Schwangerschaft. Mit der richtigen Planung bleibt vieles möglich.

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Auf dem Bild ist ein Tablet zu sehen, welches in den Händen einer Person gehalten wird